Auswirkung Wastegatespannung auf den Ladedruck?

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Frazer

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Welche genau Auswirkung hat die Spannung der Dose auf den Ladedruck? Letztendlich ändert man ja mit der Vorspannung den Öffnungswinkel der Dose wenn ich es recht interpretiere.
Wenn sie zu lasch ist geht die Dose zu schnell ganz auf. Was ist, wenn man sie ETWAS stärker vorspannt? Ich rede nur von ~2 Umdrehungen.

Generiert man hierüber auch leicht erhöhten Dauerdruck, weil die Klappe nicht mehr ganz soweit öffnet? Ich weiss, dass das Taktventil die Öffnung regelt und die oftware den Druck vorgibt. Gemeint sind auch keine +-0,5 bar.
 
07.02.2020
#1
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Raven

Raven

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Ich glaube das du bei 2 Umdrehungen den LD (Grunddruck ohne Antaktung) noch nicht erhöhen wirst, eher den LD Aufbau etwas "spitzer" gestalten...
 
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Frazer

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Das soll nicht in Richtung atu Tuning gehen. Ich möchte es eher technisch wissen, ob man den ladedruck durch etwas mehr vorspannung etwas optimieren kann. Gerade bei Dosen über 150tkm könnte es ja Sinn machen. Solange man die nicht voll anknallt. Oder sehe ich das falsch ?
 
Raven

Raven

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Das hab ich mir schon gedacht das du eher die "Laschheit" der Dose ausgleichen möchtest...
Aber hast du das Gefühl das der LD Aufbau nicht mehr so ist wie er einmal war?

Ich denke das es dann mit der Antaktung auseinanderlaufen könnte und du dadurch Überschwinger erzeugen könntest.
Wenn du eine LD Anzeige hast kannst du dich da ja herantasten bis du das Gefühl hast das es wieder passt....
 
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Frazer

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Man merkt das natürlich nicht sofort, wenn man das Ding täglich fährt. Aber es war oft so wenn man im hohen Gang von untenraus beschleungit, dass er kurz Schub hat und dann -als wenn die Luft aus einem Ballon entweicht- plötzlich weniger Schub. Besonders bei Halbgas. Habe es immer auf den OB und das elektr. Gaspedal geschoben weil der Druck ansich immer passte (wobei ich den mit OPCOM Logs ja immer nur mit Vollgas getestet hab, dort gab es das Symptom nicht).
Oder nach dem Schalten beim duchladen, im Folgegang kurz Boost und dann weniger. Dachte hier greift dann die Regelung und öffnet die Klappe.

Habe nun knapp 2 Umdrehungen nachgespannt. Beide Symptome weg. Fährt sich wie neu. Natürlich hat er nicht mehr Leistung aber, er ist überall agiler und die Symptome sind weg. Muss noch mal genau testen, aber erster test war mehr als positiv.

Eine LDA habe ich nicht. Aber die AGT ist unverändert bei ca 930 max beim durchladen.

Hätte ich nicht gedacht.
 
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Raven

Raven

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Also ich denke das du genau das erreicht hast was du wolltest, damit er wieder "wie früher" fährt 👍

Die Dose wird bei 150tkm und dem entsprechendem Alter sicher etwas nachlassen und dadurch etwas weicher.
Wie so vieles schleicht sich dieser Fehler dann eben sehr langsam ein ind man gewöhnt sich dran.
Bei den elektronischen Bauteilen greift dann hald diese Langzeitanpassung und das kann das STG eben dadurch ausgleichen.
Bei der Taktung gibt es anscheinend nur fixe Werte die er abfährt und dadurch keine Korrektur
 
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Frazer

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Genau. Das alles passiert ja immer schleichend und bevor da ein Fehler kommt dauert es ja ewig. Die Kennfelder haben ja genug Toleranz. Werde jetzt mal Stück für Stück ausreizen. Aber der Weg stimmt schon mal.
 
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Frazer

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Was passiert bei zu stramm gespannter Dose ? FC?
 
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Generell stellst du mit der wg vorspannung die federkraft ein die die wg klappe zuhält . Um sie zu öffnen muss diese kraft durch druck von oben auf die membrahn überwunden werden .

Jeh höher die vorspannung desto höher der öffnungsdruck .

Jetzt kommt aber deine closed loop pid ladedruckregelung und merkt das sich der druckanstieg ändert und korrigiert die laderantaktung nach unten bis der druckverlauf wieder richtung Soll tendiert .

Schafft sie es nicht innerhalb der vorsteuerung wird ein fehler gesetzt .

Es gibt natürlich setups bei denen man die wg spannung erhöhen muss weil der Abgasgegendruck die wg klappe obenraus frühzeitig öffnet . Das sollte allerdings auch abgestimmt werden.

Es gibt natürlich auch andere Strategien in der Abstimmung wo man die pid regelung durch festwertsteuerung ersetzt da verändert sich der gesammte leistungsverlauf natürlich direkt mit jeder Umdrehung an der wg.
 
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Frazer

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Und kann man denn etwas falsch machen, wenn man eine alte Dose etwas mehr vorspannt?

Aber wenn cih richtig überlege, ändere ich mit dem anziehen der Mutter doch nur den Öffnungswinkel der Klappe, da der Weg der Stange sich "verkürzt" oder?

- Mutter normal vorgespannt-Stange komplett ausgefahren-Klappe 100% offen.
- Mutter 2 Umdrehungen weiter vogespannt-Stange komplett ausgefahren-Klappe 90% offen-weniger LD haut ab.

Der Öffnungsdruck wird doch über die Feder selbst gesteuert. Da die Muttern aber nicht direkt auf die Feder wirken (wie bei einem Federbein zB), kann ich doch hiermit auch gar nicht die eigentliche Vorspannung beeinflussen? Bzw nur im entferntesten Sinn, da die Stange bei gleichem Weg eben noch nicht öffnet.

Denke ich da richtig?
 
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Bertha hat es doch super erklärt.Wenn du eine Ladedruckanzeige hast spann sie auf 0,6 bar Dauerdruck ( Serie ) . Hast du keine Anzeige spann sie einfach etwas nach und taste dich an den Fehlercode heran. Hast du zu viel gespannt, locker sie bis der FC nicht mehr auftritt.

Um so mehr du die Mutter drauf schraubst, um so mehr und stärker wird die Klappe zugehalten.
 
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Frazer

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Das wollte ich nur wissen, ob man sich an den fc tastet oder man irgendwas falsch machen kann. Aber ich denke ich bleibe bei den 2 Umdrehungen. Das haut gut hin. Kamm jemand einen 3te gang Log in Grad in auswerten bzgl ladedruck ?
 
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Und kann man denn etwas falsch machen, wenn man eine alte Dose etwas mehr vorspannt?

Aber wenn cih richtig überlege, ändere ich mit dem anziehen der Mutter doch nur den Öffnungswinkel der Klappe, da der Weg der Stange sich "verkürzt" oder?

- Mutter normal vorgespannt-Stange komplett ausgefahren-Klappe 100% offen.
- Mutter 2 Umdrehungen weiter vogespannt-Stange komplett ausgefahren-Klappe 90% offen-weniger LD haut ab.

Der Öffnungsdruck wird doch über die Feder selbst gesteuert. Da die Muttern aber nicht direkt auf die Feder wirken (wie bei einem Federbein zB), kann ich doch hiermit auch gar nicht die eigentliche Vorspannung beeinflussen? Bzw nur im entferntesten Sinn, da die Stange bei gleichem Weg eben noch nicht öffnet.

Denke ich da richtig?

Nein du änderst in ersterLinie die federvospannung bei grundstellung
 
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Frazer

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Und im direkten Bezug auf den LD bedeutet das was genau? Ausgehend von ~1,2bar OB und 0,8bar DD beim LEH mit Seriensofware.
 
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Das bedeutet das du damit deinen PID regler durcheinander bringst, kurzzeitig überschwinger hast die dann durch die eigenadaption wieder geglättet werden und dann hast du den selben Ladedruck wie vorher nur bei geringerer ladedruck regelventilantaktung ...
 
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Frazer

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Was ist denn insgesamt besser? Hohe oder niedrige regelventilantaktung ? Ich will nicht nerven, ich will es nur verstehen
 
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Was ist denn insgesamt besser? Hohe oder niedrige regelventilantaktung ? Ich will nicht nerven, ich will es nur verstehen
Wenn auf basis von serienteilen abgestimmt ist ist der Serien vorspannwert der ideale ( mutter anlegen bis klappe zu dann 6 volle umdrehungen) bei leh.

Aber nen idealwert kann man sich nur zusammenreimen wenn man im log soll, ist und tv Dynamisch vergleicht .

Unterschwingt er kann man spannen überschwingt er kann man etwas lösen .

Das ist aber sehr individuell
 
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